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Ausgabe  8

4. Quartal 2019

 

  

Termin mit MDK – 3 Tipps für das Gespräch mit dem Gutachter

 

 

 
 

Plötzlich pflegebedürftig. Wenn ein Mitglied der Familie so schwer erkrankt, dass er oder sie Hilfe benötigt, muss viel geregelt werden. Um Geld- bzw. Sachleistungen der Pflegekasse zu erhalten, ist aber zunächst ein Antrag zu stellen. Binnen kurzer Zeit wird sich der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) bei Ihnen melden. Dieser Vorgang ist notwendig, damit sich der MDK mithilfe eines Gutachters einen tatsächlichen Eindruck von der Situation des Pflegebedürftigen machen kann.

Der Termin wird bei der pflegebedürftigen Person zu Hause stattfinden. Oder – wenn diese bereits in einer stationären Einrichtung lebt – im Pflegeheim. Ausschlaggebend ist, dass sich der Gutachter ein Bild vom Alltag der betroffenen Person machen möchte. Deshalb kann solch ein Termin nicht beim MDK selbst oder in einer Arztpraxis erfolgen.

Das Gespräch mit dem MDK wird großen Einfluss auf den späteren Pflegegrad haben. Also auch darüber, wie viel Geld die Pflegeversicherung jeden Monat überweisen wird. Vor diesem Hintergrund sollten Sie gut vorbereitet in das Gespräch gehen und nichts dem Zufall überlassen. Denn ist der Pflegegrad erst einmal festgelegt, können Sie zwar einen Widerspruch einlegen und mitunter sogar klagen. Doch all das nimmt viel Zeit in Anspruch. Zeit und Kraft, die Sie sicherlich gern anders investieren möchten.

Wenn Sie sich an unsere drei Hinweise zum Gespräch mit dem Gutachter des MDK halten, können Sie dem Termin entspannt entgegensehen.

1. Bereiten Sie Ihren Verwandten auf das Gespräch vor!

Dieser Punkt ist elementar wichtig. Natürlich hängt die Wirksamkeit dieser Maßnahme von der gesundheitlichen Voraussetzung Ihres Angehörigen ab. Vor allem Menschen, die an einer Form der Demenz leiden, können Ihre Ratschläge nicht immer so aufnehmen (und annehmen), wie es sinnvoll wäre.

Sprechen Sie mit Ihrem Angehörigen. Erklären Sie, dass jemand zu Besuch kommt, der einige Fragen zum Alltag stellen wird. Etwa „Können Sie allein einkaufen?“ oder „Können Sie sich morgens ohne Hilfe selbst ankleiden?“ Machen Sie Ihrem Verwandten deutlich, warum ein Gutachter ins Haus kommen wird. Es geht um einen Antrag auf Pflegeleistungen, also um Geld. Wenn Ihr Angehöriger dies verinnerlicht, ist schon viel gewonnen.

An dieser Stelle lauern Probleme. Nicht alle Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, wollen diese auch annehmen. Nicht selten berichten uns Mitglieder in der Sozialberatung von Terminen mit dem MDK. Dass Oma, die eigentlich überhaupt nichts mehr allein auf die Reihe bekommt, im Termin mit dem Gutachter im schönsten Sonntagsstaat die Tür öffnete und – wie auch immer – einen Kuchen zustande gebracht hatte. Offensichtlich gelingt es einigen Menschen mit großer Kraftanstrengung, über die vorhandenen Probleme im Alltag hinwegzutäuschen. Und auch wenn das an sich eine große mentale und körperliche Leistung darstellt – für den Antrag bei der Pflegeversicherung ist dieses Verhalten kontraproduktiv.

Also bereiten Sie Ihren Verwandten auf das Gespräch vor. Machen Sie deutlich, worauf es ankommt. Und proben Sie den Ablauf ruhig einmal mit dem Neffen oder der Nichte.

2. Begleiten Sie Ihren Verwandten beim Termin mit dem MDK

Ganz wichtig: Sie sollten bei dem Gespräch mit dem Gutachter des MDK dabei sein. Lassen Sie Ihren Verwandten niemals in dieser Situation allein, selbst wenn er oder sie geistig noch voll auf der Höhe ist. Zwei Personen sind immer besser.

Sollten Sie selbst keine Zeit haben, bleiben Ihnen zwei Optionen. Erstens können Sie versuchen, den Termin zu verlegen. In den meisten Fällen wird der MDK nichts dagegen haben. Ist das nicht möglich, sollten Sie dafür sorgen, dass eine andere Vertrauensperson bei dem Gespräch zugegen ist.

3. Suchen Sie nach dem offiziellen Teil das Gespräch unter vier Augen

Alle Fragen wurden gestellt? Der Gutachter hat sich alles angesehen und ist schon auf dem Sprung zum nächsten Termin? Dann noch ein letzter Tipp: Lassen Sie ihn nicht gehen, bevor Sie nicht noch einmal allein mit dem Gutachter gesprochen haben. Gehen Sie auf Punkte ein, die Sie unbedingt noch loswerden wollen. In vielen Fällen strengen sich pflegebedürftige Menschen während eines offiziellen Termins an, um einen guten Eindruck zu hinterlassen (siehe oben). Ist das bei Ihnen der Fall gewesen? Versuchen Sie, dem Gutachter klar zu machen, wie der Alltag bei Ihnen normalerweise aussieht. Ein erfahrener Gutachter wird Ihnen glauben und versuchen, diese Informationen im Rahmen seiner Bewertung zu berücksichtigen. Über eine diagnostizierte Demenz ist er schließlich bereits im Bilde, weil er die Befundberichte des Hausarztes kennt.

Wenn in der Familie jemand schwer erkrankt, ist das für alle eine Extremsituation. Versuchen Sie dennoch, einen klaren Kopf zu bewahren. Je strukturierter Sie vorgehen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie ohne Umwege zu Ihrem Recht kommen. Autor: Christian Schultz, Landesverband Schleswig-Holstein
 
 

Termine für das 4. Quartal 2019

  • Mittwoch, 02. Oktober, offene Sprechstunde, 17:00 bis 19:00 Uhr, Ole School *

  • Sontag, 06. Oktober, Boule / Boccia. Beginn 14:00 Uhr, Sengel 15 (Ole School) Kisdorf

  • Montag, 04. November, Vorstandssitzung

  • Dienstag, 12. November, Frühstück/Klönschnack, 09:00 bis 10:30 Uhr. Ole School (Räumlichkeit Kinderschutzbund), Anmeldung bis zum 11.11. (zwingend erforderlich), Gäste sind willkommen. Der Frühstückspreis beträgt 5,00 € p. P.

  • Sonntag, 17. November, Volkstrauertag/Kranzniederlegung. Beginn 11:00 Uhr, am Denkmal Kisdorf

  • Mittwoch, 04. Dezember, offene Sprechstunde, 17:00 bis 19:00 Uhr, Ole School *

  • Samstag, 14. Dezember, Weihnachtsfeier, Beginn 13:00 Uhr, Partyservice Selle in Kisdorf, Anmeldung bis 11.12.2019

* Zur offenen Sprechstunde ist keine Anmeldung erforderlich

 

 

In eigener Sache

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,


 

im Juli 2012 habe ich das Amt des ersten Vorsitzenden unseres Ortsverbands übernommen und

seit 2014 fungiere ich als ehrenamtlicher Sozialberater. Durch diese Funktion sowie die Einrichtung einer eigenen Geschäftsstelle müssen sich unsere hilfesuchenden Mitglieder nicht mehr an unsere Kreisgeschäftsstelle in Bad Segeberg wenden. Somit werden die Wege kürzer und für unsere Mitglieder ist eine schnellere Hilfe gewährleistet.


 

Meine mir übertragenen ehrenamtlichen Aufgaben führe ich sehr gern durch. Es bringt mir Freude, wenn ich helfen kann. Das Aufgabengebiet ist vielfältig und umfangreich geworden, so dass ich auf Unterstützung angewiesen bin. Um das alles bewältigen zu können, benötige ich eure konstruktive Mithilfe.


 

Im März 2020 (Termin steht noch nicht Fest) führen wir wieder unsere Jahreshauptversammlung durch, hier stehen  Vorstandswahlen an und der gesamte Vorstand muss gewählt werden.

Gern bin ich bereit, für weitere zwei Jahre den Vorsitz zu übernehmen, das kann ich aber nur, wenn wir den gesamten Vorstand gut besetzen können.

Bitte gebt euch einen Ruck und meldet euch bei mir, wenn Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit in unserem Ortsverband besteht.


 

Herbstgedicht von Heinz Erhardt

Wenn die Blätter von den Bäumen stürzen,
die Tage täglich sich verkürzen,
wenn Amsel, Drossel, Fink und Meisen
die Koffer packen und verreisen,
wenn all die Maden, Motten, Mücken,
die wir versäumten zu zerdrücken,
von selber sterben – so glaubt mir:

steht der Winter vor der Tür!

Der Vorstand gratuliert allen Geburtstagskindern im 4. Quartal 2019

 

Ortsverband Kisdorf

Sengel 15 ♦ 24629 Kisdorf

Tel.: 04193-980 74 80 ♦ Fax: 04193-980 74 81

Email: sovd-kisdorf@t-online.de

 

Sprechzeiten auf unserer Geschäftsstelle: Sengel 15 (ole School), 24629 Kisdorf Jeden Dienstag und Mittwoch von 09:30 bis 11:30 Uhr, jeden ersten Mittwoch je Monat von 17:00 bis 19:00

 

 

Herausgeber: Sozialverband Deutschland LV Schleswig-Holstein e. V., Ortsverband Kisdorf. Verantwortlich für den Inhalt: Heinz-Hermann Kortum